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Schule der Zukunft |
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Bei der DGB-Veranstaltung "Schule der Zukunft" referierten (von links) Dr. Ernst Rösner (Bildungsplaner), Andreas Meyer-Lauber (DGB Landesvorsitzender) und Hans-Wilhelm Bernhard (GEW-Landesvorstand, rechts). Heinrich Buttermann moderierte die Veranstaltung.
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"Zwei Verlierer werden kein Gewinner" |
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„Haben sie die Courage – machen sie eine Elternbefragung!“, appellierte der Bildungsforscher Dr. Ernst Rösner mehrmals an das Publikum einer schulpolitischen Informationsveranstaltung des DGB Kreisverbandes und der GEW. Im Erwitter Hotel Büker konnten sich Interessierte auf Einladung der Gewerkschafter „aus erster Hand“ über die Entwicklung der Schullandschaft informieren – mit dem Bildungsforscher Dr. Ernst Rösner, dem DGB Landesvorsitzenden Andreas Meyer-Lauber und Hans-Wilhelm Bernhard, Mitglied im Landesvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Zuvor hatte DGB Kreisvorsitzender Holger Schild den Rahmen der Veranstaltung vorgegeben: „Wir wollen sie informieren. Wir sind keine Partei, die ihnen etwas verkaufen will und muss.“
Dabei zeigte sich schon in den Einführungsreferaten: Die schulische Bildungslandschaft ist im Umbruch. Zum einen geht die Zahl der Schülerinnen und Schüler immer weiter zurück, zum anderen entscheiden Eltern sich immer öfter für höher qualifizierende Bildungsgänge für ihre Kinder.
Gegenwärtig sind deshalb Haupt- und Realschule auf der „Verliererstraße“, wie Bildungsforscher Dr. Ernst Rösner deutlich machte. Gewinner sind Gymnasien, Gesamtschulen und die für NRW neuen Gemeinschaftsschulen. Der Grund: Nur an diesen Schulformen werden den Kindern alle möglichen Bildungsabschlüsse vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur geboten.
Den Grund dafür sieht Dr. Ernst Rösner darin, dass Eltern für ihre Kinder bessere Schulabschlüsse und damit mehr Chancen im Leben wünschen. Aber auch geänderte Anforderungen im Berufsleben erzeugen den Zwang zu mehr Bildung: Das Berufsbild des früheren KFZ-Mechanikers ist mit dem heutigen Berufsbild eines KFZ-Mechatronikers nicht zu vergleichen: „Es müssen Ersatzteile aus China mit einer Einbauanleitung auf Englisch und unter Nutzung eines Computers in ein Auto eingebaut werden.“ Entsprechend schlecht sind die Chancen von Absolventen einer Hauptschule, einen Ausbildungsplatz zu bekommen.
Eindeutig auch die Wertung der Experten der DGB-Veranstaltung über die Idee, Haupt- und Realschulen zu einer Verbundschule zusammenzufassen: „Aus zwei Verlierern wird kein Gewinner“, betonte Dr. Ernst Rösner. Dem stimmte auch DGB-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber ausdrücklich zu. Landesweit gingen bei den existierenden Verbundschulen die Schülerzahlen weiter zurück. Den Trend zu Schulen, die die Chance auf höhere Bildungsabschlüsse ermöglichen, könne man damit nicht brechen, die Schließung solcher Schulen nur aufschieben.
Eine Zukunft sahen die Experten nur für Gymnasien und Gemeinschafts- und Gesamtschulen. Diese Schulformen, verbunden mit einer „individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler“, so Andreas Meyer-Lauber, seien die Antwort auf das Schulwahlverhalten der Eltern. Das richte sich eben nicht nach Ratsbeschlüssen oder Parteiprogrammen.
Auch GEW-Landesvorstandsmitglied Hans-Wilhelm Bernhard rief dazu auf, ohne Scheuklappen die Eltern nach ihren Wünschen zu befragen. Nur so sei eine Schulplanung am Interesse der Betroffenen auszurichten. Er selbst als betroffener Hauptschullehrer sehe ebenfalls den Trend hin zu höheren Bildungsabschlüssen. Weder Förderprogramme des Landes noch eine bessere Ausstattung der Hauptschulen können Eltern überzeugen, ihre Kinder dort anzumelden.
Welche Schulformen im Kreis Soest und speziell in Erwitte und Anröchte in Zukunft von den Kommunen angeboten werden, entscheiden verantwortlich einzig die Räte der Städte und Gemeinden - „da kommt niemand von draußen und macht Vorschriften“, betonte Andreas Meyer-Lauber ausdrücklich. Dieses Recht bedeutet aber auch eine Verantwortung, betonte er. So legte er den anwesenden Bürgermeistern und Ratsmitgliedern nahe, sich intensiv zu informieren, über die kommunalen und parteilichen Grenzen hinüberzuschauen und sach- und fachgerecht für die Zukunft der eigenen Kinder zu entscheiden. Und auch von ihm kam dazu der Appell, die Eltern der Grundschüler durch eine Befragung zu beteiligen.
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Die Presseankündigungen: |
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Schule der Zukunft - Zukunft der Schule |
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Klare und deutliche Worte – dafür sind die Referenten bei der Informationsveranstaltung „Schule der Zukunft – Zukunft der Schule“ des heimischen DGB Kreisverbandes und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Lippstadt bekannt. Mit Dr. Ernst Rösner vom Institut für Schulentwicklung in Dortmund, Andreas Meyer-Lauber (DGB Landesvorsitzender) und Hans-Wilhelm Bernhard (GEW NRW) sitzen drei Kenner der Schule der Gegenwart und Experten für die Schule der Zukunft am 24. Februar ab 19 Uhr im Erwitter Hotel Büker auf dem Podium. Sie stehen den Interessierten Rede und Antwort und berichten auch darüber, was Eltern jetzt für eine gute Zukunft ihrer Kinder unternehmen können.
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Dr. Ernst Rösner
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Der Dortmunder Schulentwicklungsplaner ist dabei nicht zum ersten Mal im Kreis Soest. Schon bei den Gemeinderäten von Bad Sassendorf und Wickede war er in den vergangenen Jahren ein gefragter Gesprächspartner. In verschiedenen Städten wie beispielsweise Dortmund, Leipzig und Recklinghausen war er an der Schulentwicklungsplanung beteiligt.
„Damit ermöglicht er eine konkrete Beratung in Zeiten des demographischen Wandels“, so Verena Dietz, GEW-Vertreterin im DGB Kreisvorstand. Das Problem sinkender Schülerzahlen und das Wahlverhalten der Eltern, welche Schule besucht werden soll, ist nicht auf den Kreis Soest beschränkt.
Die Eltern können durch ihren Elternwillen mitentscheiden, wohin die Reise der Kinder in unserer ländlichen Schullandschaft mit sinkenden Schülerzahlen gehen soll, da die verbindliche Schulempfehlung durch die NRW Landesregierung wieder abgeschafft wurde. Die mögliche „Schule der Zukunft“ muss nach Ansicht der Gewerkschafter den Schülerinnen und Schülern möglichst viele, qualifizierende Bildungsabschlüsse vor Ort ermöglichen. Bei zurückgehenden Schülerzahlen eine schwere Aufgabe, die nicht mit Ideologien und Scheuklappen gelöst werden kann: „Die Eltern entscheiden mit den Anmeldungen der Kinder. In ihren Händen liegt es, die Schule der Zukunft zu gestalten. Die Politik hat die Aufgabe, diesen Elternwillen in Gebäude und Schulmodelle umzusetzen!“, so Holger Schild.
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"Schule der Zukunft - Zukunft der Schule" - unter diesem Motto wollen die Vertreter des heimischen DGB und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft die Bürgerinnen und Bürger am 24. Februar im Erwitter Hotel Büker informieren und zur Diskussion einladen. Dazu laden ein (von links) DGB Kreisvorsitzender Holger Schild, Ferdi Rohde (IG Metall), Friedhelm Brune (IG BCE), Hedwig Fromme (ver.di), Kerstin Rathöfer (ver.di) und Verena Dietz (GEW).
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„Wo, wie, was sollen Kinder lernen?“ – so der Titel einer Informationsveranstaltung mit Podiumsdiskussion. Dazu laden der DGB Kreisverband Soest und die GEW Lippstadt alle Interessierten ein. Stattfinden wird sie am 24. Februar um 19 Uhr im Hotel Büker in Erwitte am Markt. Dort werden Andreas Meyer-Lauber (DGB Landesbezirksvorsitzender) und Bildungsforscher Dr. Ernst Rösner (Universität Dortmund) über Schulmodelle und die Perspektiven der Schulpolitik im ländlichen Raum informieren. Den lokalen Bezug stellt dabei Hans-Wilhelm Bernhard, Lehrer und Mitglied im Landesvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), her. Das Ziel der Veranstaltung: Alle Eltern, Lehrer, Schüler und Interessierte „ohne politische Rituale und ideologische Blindheit“ zu informieren, so DGB Kreisvorsitzender Holger Schild.
Den Termin haben die Gewerkschafter bewusst gewählt: Zum einen stehen in vielen Städten und Gemeinden Entscheidungen über die „Schulen der Zukunft“ im eigenen Ort an, zum anderen liegen dann die Anmeldezahlen der existierenden Schulen auf dem Tisch. „Die Anmeldezahlen an den einzelnen Schulformen werden eine Debatte um Kooperationen oder Zusammenlegungen der Schulen erzwingen“, betont Verena Dietz, GEW-Vertreterin im DGB Kreisvorstand.
Vor einer endgültigen Festlegung durch die Ratsmitglieder in den Kommunen muss nach Ansicht von DGB und GEW eine Befragung der Eltern stattfinden. „Das ist zwingend, um den Elternwillen zu erfahren und beispielsweise für die Beantragung einer Gemeinschaftsschule Voraussetzung“, so Verena Dietz.
Deshalb wollen die Gewerkschafter die Eltern über die vielfältigen pädagogischen Konzepte ohne Parteipolitik informieren. Als Gesprächspartner für diese Konzepte steht der Schulentwicklungsplaner Dr. Ernst Rösner während der Veranstaltung Rede und Antwort.
Die mögliche „Schule der Zukunft“ muss nach Ansicht der Gewerkschafter den Schülerinnen und Schülern möglichst viele, qualifizierende Bildungsabschlüsse vor Ort ermöglichen. Bei zurückgehenden Schülerzahlen eine schwere Aufgabe, die nicht mit Ideologien und Scheuklappen gelöst werden kann: „Die Eltern entscheiden mit den Anmeldungen der Kinder. In ihren Händen liegt es, die Schule der Zukunft zu gestalten. Die Politik hat die Aufgabe, diesen Elternwillen in Gebäude und Lehrpläne umzusetzen!“, so Holger Schild.
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Druckbare Version
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Karsamstag 2011 DGB-Fotoaktion: “Deutschland in Schieflage!”
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